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What does it mean to exist in complex relationships with machines? What insights can be offered to our understandings of these relationships by the theologically significant theme of ‘love’? What critical assessments can be made of our multiple uses of technologies in shaping our futures, by reflecting on our pasts?

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Disquiet over the prevalence of social and economic individualism has a long history. In a world of mobile Capital and increasingly mobile people, communities of common tradition and locality appear to be under threat from the advent of a fragmented market society. Are these complaints against individualism justified? And crucially, how should Christians respond to them? Digging down into the substance of these questions, this project will consider the theological, liturgical and scriptural resources Christians have for understanding the notion of individualism in relation to issues of education, public life and the formation of democratic citizenship.

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Tuesday
May062008

St. Thomas von Aquin Katholische Akademie in Berlin

The photo at left was taken of the St. Thomas Aquinas art exhibit at the Catholic Academy in Berlin. For further images please click here to view them in our gallery. The following provides further description of the exhibition:

Die Photos auf den letzten Seiten zeigen, was zu sehen war in den Wochen nach dem Allerheiligentag 2006 in der Kirche St. Thomas von Aquin in Berlin. Ein Altar, gleichsam aufgehoben vom Boden wie mit sphärischen Kräften, weiße, im Scheinwerferlicht leuchtend strahlende Baumwollfäden, die quer durch den Kirchraum wiesen, die einschlugen in Erde, heraustraten hinter den Säulen, um sich in den Spalten des Altarsteins zu fangen. Ein Spiel mit Symmetrie und dem Eindruck chaotischer Kräfte, die sich an dieser Symmetrie abzuarbeiten haben. Draußen vor der Tür: einige Figuren aus bloßer Erde, menschengroß liegen sie auf dem blanken Boden – die Köpfe zum Altar hingewendet, von dem sie durch eine dicke Kirchenmauer getrennt sind. Nebeneinander aufgereiht wie die Toten auf dem Friedhof hinter der Glasstür, die an schönen Tagen offen steht. Die Gemeinschaft der Lebenden und Toten, ein nicht vergangener Glaube der Christen, gewinnt hier einen Ausdruck – die menschliche Sehnsucht nach Gemeinschaft überschreitet die uns gewohnten Grenzen des Sozialen.

Es ist ein sehr symmetrischer Raum, in den die beiden Künstler aus Österreich intervenierten, geprägt von einem rechteckigen Grundriss und den vielen waagerechten Lagen der schlanken Bausteine, aus denen die Kirche des Heiligen Thomas Lage um Lage aufgeschichtet ist. Und mit ihrer Arbeit gaben Elke Maier und Georg Planer dem Raum nicht einfach eine neue Ordnung, wozu ein erster Eindruck der dominierenden Diagonale aus Fäden verleiten könnte. Wer diesen Raum betrat und sich von der Dynamik des Fadengeschehens rund um den Altar einfangen ließ, wen die durch die Spannung der Fäden neu entstandenen Räume in der Kirche zu neuen Blickwinkeln und neuem Begehen reizten, der konnte im Kirchraum die Erfahrung machen, dass sich Orientierung und Ordnung selbst aufzulösen begann.

Als ich zum ersten Mal den Kreuzgang mit den liegenden Erdfiguren betrat und die Reihe ihrer Gesichter erahnte, sprachen mich diese Haufen aus noch feuchtem Boden, aus Erde, die von Tag zu Tag spröder und brüchiger wurde, in ungeahnter Weise an. Ihre Lage, ihre Form lösten in mir Anteilnahme aus, wie es eigentlich nur Menschen, bisweilen auch große Marionetten vermögen: eine ganz basale Verwechslung des Abbildes mit dem menschlichen Gegenüber selbst. Schon in das erste Aufflackern von Mitgefühl drängte die Scham darüber, mich von einer Schubkarre voll Erde in die heilige Stimmung der Mitmenschlichkeit versetzt haben zu lassen, eine Irritation, aber mehr eben noch ein eigentümliches Berührtsein. Trostlos empfand ich den Ort, an dem diese Verwechslung geschehen konnte, wo Erde dem Mitmenschen so täuschend ähnlich wurde; und bedrückend, als sich die Erinnerung einstellte an den, der vom Staub genommen, zu Staub wird. Sollte etwa ein Sinn darin liegen, sich von einem archaischen Programm der Evolution, einer Art anthropomorphem Kindchen-Schema zur Solidarität mit Staub verleiten zu lassen? Ich glaube, manch eine und einer drehten hier schnell ab – oder flohen, wie ich, hinein in die Kirche.

Hier aber ergriff, was die Photos nicht zeigen, nicht zeigen können. Dass nämlich die vielen hundert Fäden von einem Augenblick zum anderen fort sein konnten, verschwunden waren, wenn man einen halben Schritt zur Seite machte. Wie sie wieder aufschienen nach nur zwei Schritten voran, zahlreicher sogar und noch zarter als zuvor. Statt des ersehnten Trostes bot der Kirchraum eine Probe der Unsichtbarkeit – am Morgen, zu Mittag und wenn die Schatten länger wurden. Man konnte warten, bis die weißen Fäden vor dem dunklen Hintergrund hervorzustechen begannen, dann selbst wieder verloschen im Dämmerlicht. Konnte auslöschen, nur mit einem kleinen Schritt zur Seite. Spürte die Präsenz von etwas, das, gerade noch da, nun gänzlich vertilgt schien. Doch diese Zeit des Probierens ist nun um. Nur in der Erinnerung noch lässt sich dieser ganz andere Raum betreten.

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